Hinweise zur Transkription



1. Allgemeine Hinweise
• Jeder Überlieferungsträger wird zehn Mal angeboten, sodass ihn mehrere Personen gleichzeitig bearbeiten und sich gegenseitig helfen können. Für einige der Materialien finden Sie im Bereich 'Discuss' Tipps und Hilfestellungen (immer auf der jeweils ersten Seite eines jeden Dokuments). Alle ihre Transkriptionen können Sie über 'Discuss' kommentieren und sich so mit der 'Schnitzler Crowd' austauschen. Kommentare können sowohl in Englisch als auch in Deutsch verfasst werden.

• Die Archivmaterialien sind nach verschiednen Schwierigkeitsgraden geordnet. Es bietet sich an, mit den maschinenschriftlichen Entwürfen zu Professor Bernhardi und der ersten maschinenschriftlichen Fassung des medizinischen Dramas zu beginnen, da sie den Kontext für die Entzifferung bieten. Beginnen Sie im 'Transcribe' Menü einfach oben in der Liste.
Level 1: Professor Bernhardi: Entwürfe & maschinenschriftliche Fassung
Level 2: Das weite Land: Entwürfe & Handschrift
Level 3: Die Gleitenden: Entwürfe

• Transkribieren Sie die Texte zeilengenau.

• Versuchen Sie begonnene Transkriptionen zu vervollständigen und noch fehlende Wörter zu entziffern.

• Die Größe des Transkriptionsfeldes kann an die Größe der jeweiligen Seite anpasst werden ("Resize"), sodass Sie den Haupttext ohne zusätzliche Zeilenumbrüche erfassen können. Für Blatt 1 recto der Skizze zum 5. Akt aus der Sammlung "Professor Bernhardi: Entwürfe" heißt das zum Beispiel für die ersten zwei Zeilen:
Z.1 Halten Sie mir ihn da, lieber Hof-

Z.2 rath.... Das.. bist du mir schuldig,

• Die Größe des Überlieferungsträgers kann anhand der +/- Felder am unteren Ende der Webseite verändert werden. Die Position des Dokumentes lässt sich über die Navigationspfeile unten rechts anpassen.

• Nummerieren Sie die Zeilen, um einen Überblick zu behalten.

• Transkribieren Sie die Wörter genau so, wie sie geschrieben sind, ohne Schreibfehler zu verbessern. Schnitzler hatte die Angewohnheit viele Wörter verkürzt zu schreiben. Fehlende oder nur leicht angedeutete Buchstaben (häufig am Wortende) werden mit Querstrichen markiert. Zum Beispiel in MS_A118_1_45, in den Schriftproben, am rechten Seitenrand (Z.9/10): "Ich gehe ins Labortor/ium/.."

• Setzen Sie durchgestrichenen Text in eckige Klammern, z.B. „sowie einem [dicken] Protokollbuch“ (siehe Blatt 1 der maschinenschriftlichen Fassung von Professor Bernhardi).

• Transkribieren Sie handschriftliche Texte zeilengenau.

• Unsichere Lesungen bitte mit einem Fragezeichen kenntlich machen. Handelt es sich nur um einzelne Buchstaben, die Sie nicht entziffern können oder die tatsächlich unlesbar sind, diese bitte durch ‚x‘ markieren, z.B. Eprouvexxxxhxxter (letztes Wort auf Blatt 1 der maschinenschriftlichen Fassung von Professor Bernhardi).

• Bedenken Sie den Kontext. Bei Problemen mit der Entzifferung einzelner Wörter oder Passagen hilft es häufig, um die Stelle ‚herum‘ zu lesen, den Kontext einzubeziehen oder auf der Seite nach ähnlichen Wörtern oder Buchstaben zu suchen.

• Bei Seiten, die mit "Needs Review" gekennzeichnet sind, können Sie helfen, noch fehlende Wörter, Passagen oder unsichere Lesungen zu entziffern.

2. Hinweise zu maschinenschriftlichen Texten
• Bei maschinenschriftlich verfassten Texte werden nur die handschriftliche Zusätze mit Zeilenangabe transkribiert, z.B. auf Blatt 1 der maschinenschriftlichen Fassung von Professor Bernhardi: Z.3: (Parterre), Z.6: großes; Datumsangaben werden bei der Zeilenzählung des Haupttextes nicht berücksichtigt.

• Text an den Seitenrändern (Marginaltext): Wenn Sie handschriftliche Anmerkungen auf den Blattseiten direkt einer Textpassage des Haupttextes zuordnen können, wird dieser mit dem Verweis ‚Marginaltext (rechts/links)’ direkt hinter der entsprechenden Passage hinzugefügt. Kann der Marginaltext nicht eindeutig einer Passage oder einem Absatz zugeordnet werden, können Sie ihn am Textende (mit dem Verweis ‚Marginaltext‘) anfügen.

z.B. in A96,6 Skizze des 4. Akts, Blatt 7 recto (Das weite Land: Entwürfe):

Z.7 Stanzides liest eine Zeit/un/gsnotiz vor

Z.8 Erste Besteigung des Aignerthur/ms/

Z.9 durch eine Dame.-

8/9 Marginaltext (rechts): Gustl auch da

• Text zwischen den Zeilen (Interlineartext): Text zwischen den Zeilen wird, wenn möglich an der jeweiligen Stelle in den Haupttext eingefügt. Sollte der Interlineartext nicht zuzuordnen sein, wird er am Satzende mit dem Verweis ,Interlineartext‘ angefügt.

• Zeichnung: Transkribieren Sie nur die handschriftlichen Anmerkungen zur Zeichnung (von links nach rechts).

• Bei Überschreibungen oder handschriftlichen Ergänzungen von maschinenschriftlichen Wörtern wird nur der Endzustand transkribiert: Wenn also beispielsweise das getippte Wort ‚Protokoll‘ mit dem handschriftlichen Zusatz ‚buch‘ ergänzt ist, heißt es hier ‚Protokollbuch‘.

3. Hinweise zu handschriftlichen Texten
• Satzzeichen werden transkribiert und dabei die für Schnitzler charakteristischen Gedankenpunkte einzeln gezählt und entsprechend angeführt, z.B. „Frau Wahl kom/m/t (mit Makron)..“

• In der deutschen Kurrentschrift wird eine Verdopplung von 'm' oder 'n' durch einen Strich über dem Buchstaben (mit einem Makron) markiert. Der verdoppelte Buchstabe wird mit Querstrichen angeführt, z.B. kom/m/t (mit Makron).

• Für Text an den Seitenrändern (Marginaltext) und Text zwischen den Zeilen (Interlineartext) gelten die gleichen Regeln wie für maschinenschriftliche Überlieferungsträger.


4. Exemplarische Transkription einer handschriftlichen Seite:
http://schnitzlerweb.mml.cam.ac.uk/transcribe/transcribe/30/467