Schnitzlers eigenwillige Ärzteschrift ist unter Forschern berüchtigt. Vier diplomatische Umschriften sollen hier überblicksartig in ihre Charakteristik einführen und zum eigenen Studium anregen. Die erste Transkription (MS A96_7_5) zeigt ein Blatt aus einem handschriftlichen Entwurf zu Schnitzlers Tragikomödie Das weite Land. Skizziert wird hier ein Ausschnitt aus dem dritten Akt, der in der auf der Webseite zur Transkription angebotenen Handschrift von Das weite Land (A95a,1) dramatisch ausgearbeitet ist.

Für die zweite Transkription (MS A118_1_45) wurde ein Blatt aus der ersten maschinenschriftlichen Fassung von Professor Bernhardi gewählt, das mit handschriftlichen Korrekturen und Zusätzen Arthur Schnitzlers versehen ist und aus dem ersten Akt entnommen ist. Auf der Webseite finden Sie die Sammlung "Professor Bernhardi: maschinenschriftliche Fassung", in der Seiten aus der gleichen Version (A118,1) zur Transkription bereitstehen.

Die Transkription der handschriftlichen Skizze zum 4. Akt von Professor Bernhardi (MS A118_4_25) stellt Schnitzlers Handschrift in einem Zustand dar, in dem sich der Wechsel von der deutschen zur lateinischen Kurrentschrift bereits vollzogen hat, die Schrift jedoch noch vereinzelt in Mischformen zurückfällt, z.B. das kurrente ‚D‘ in „Deutscher“ (Z.11).

In der vierten Transkription (MS A195_1_45), eines handschriftlichen Einfalls zu Die Gleitenden, einer dramatischen Vorform zu Das weite Land, ist hingegen noch die deutsche Kurrentschrift Schnitzlers, die er in seinen literarischen Arbeiten noch bis 1908 verwendete, zu sehen. Auf der Webseite findet sich ein handschriftlicher Entwurf von Die Gleitenden, in dem Schnitzler ebenfalls in deutscher Kurrentschrift schreibt.

Handschriftproben finden Sie hier:
Diplomatische Transkription.pdf

Webseiten und Übungen zur deutschen Kurrentschrift:
https://www.univie.ac.at/gonline/htdocs/site/browse.php?a=2267&arttyp=k
http://www.kurrentschrift.net
https://homepage.univie.ac.at/walter.dietrich/deutsche.html